Konradsburg

Konradsburg mit Brockensicht
Konradsburg mit Brockensicht

Die Konradsburg gehört zu den eindrucksvollsten Zeugnissen der Kulturlandschaft des Harz. Seit der Bronzezeit wurde sie durch Menschen besiedelt und genutzt. Der Schutzbedarf der Menschen führte in dieser Zeit zur ersten Ansiedlung und Befestigung. Bis in die Zeit der Germanen haben an dieser Stelle unsere Vorfahren gelebt und ihre Götter verehrt. Die Christianisierung des Gebietes hatte den Bau von Kirchen in der Regel an Kultstätten unserer Vorfahren zu Folge. Für unser Gebiet in der Regel mit dem Patronat des Hl. Stephanus geweiht und in wenigen Fällen des Hl. Sixtus belegt, so wie es auch auf der Konradsburg anzutreffen ist.

 

Einst errichtet zum Schutze des Reichsgutes Harz, zeigt sich die Konradsburg dem Besucher in ganz anderer Gestalt als erwartet. Längst sind die Zeiten vorbei, wo Ungarn- und Slaweneinfälle den mittelalterlichen Alltag bestimmten. Weder Wehrtürme noch ein Bergfried oder Palas erinnern an eine wehrhafte Burganlage. Nach 1120 verließen die Konradsburger den etwa 3 km südlich von Ermsleben gelegenen Bergsporn, errichteten im Selketal die Burg Falkenstein und nannten sich ab 1142 nur noch Falkensteiner.

 

Auf der Konradsburg wurde ein Benediktinerkloster gegründet und sie war für die folgenden Jahrhunderte das kulturelle, soziale, geistige und wirtschaftliche Zentrum am östlichen Harzrand. Mit dem 14.Jh./15.Jh. führten gesellschaftliche Veränderungen zum Niedergang des Benediktinerklosters. Nach 1477 haben Karthäusermönche aus Erfurt begonnen das verlassene Kloster wieder zu beleben. Im Ergebnis des Bauernkrieges gaben die Mönche das Kloster Konradsburg im Jahre 1526 auf.

 

Bauliche und ergrabene Reste belegen das Ausmaß des ehemaligen Klosters. Von der dreischiffigen, romanischen Basilika sind uns bis heute der hohe Chor und die darunter liegende Krypta erhalten geblieben. Der Chorraum vermittelt, trotz seiner Schlichtheit, höchst eindrucksvoll die Größe der einstigen Basilika. Die Krypta ist eine fünfschiffige, kreuzgratgewölbte Halle, getragen von Säulen und Pfeilern. Kapitelle und Kämpfer, ausgestattet mit einer vielfältig beeinflussten Bauzier (z.B. rheinisch-französisch), geben Zeugnis der hervorragenden Baukunst um 1200. Die an die Kirche angrenzende Bebauung lässt in den Grundzügen noch Ost- und Nordflügel des Klausurbereiches erkennen. 1712 wurde die Konradsburg einer landwirtschaftlichen Nutzung (Domäne bis 1945) zugeführt. Im Zentrum des einstigen Kreuzganges steht ein altes Brunnenhaus, ein zweigeschossiger Fachwerkbau, der vermutlich aus dem 18. Jahrhundert stammt. Darin befindet sich der über 45m tiefe, wahrscheinlich noch aus der Burgenzeit stammende Brunnen mit seiner technischen Schauanlage - einem Eselstretrad. Er gehört zu den Anlagen in Europa die am längsten (bis 1948) noch im laufenden Betriebsdienst standen.

 

Die übrigen Gebäude wurden im 18. und 19. Jahrhundert zu wirtschaftlichen Zwecken errichtet. Nach 1945 setzte eine kurze landwirtschaftliche Nutzung durch Einzelbauern ein. Bemühungen der Stadt Ermsleben und der katholischen Kirche Aschersleben unter damaligen Bedingungen konnten eine zunehmende Bestandsgefährdung und Verwahrlosung der Konradsburg in den 70er Jahren nicht verhindern. Ein rapider Verfall setzte ein.

 

Dank einer 1982 ins Leben gerufenen Bürgerbewegung, aus der sich 1990 der Förderkreis Konradsburg e.V. gründete, gelang die Sicherung der Bausubstanz aller Bestandteile der Burganlage. Seit 1990 ist der Verein in verschiedenen Projekten bemüht die Konradsburg mit weiteren Projekten zu vernetzen sowie in der Kulturlandschaft zu Erhalten und zu Beleben. Ein große Hilfe leisten dabei die ehrenamtlichen Vereinsmitglieder. Seit 1996 wird ehrenamtlich ein Galeriecafe an den Wochenenden betrieben. Eine große Anzahl von Veranstaltungen werden durch die Vereinsmitglieder aktiv begleitet. Hinzu kommen eine große Anzahl von Maßnahmen des 2. Arbeitsmarktes welche von der Bundesanstalt für Arbeit ( jetzt ARGE und Arbeitsagentur ) großzügig unterstützt werden. Das Land Sachsen-Anhalt unterstützte seit 2001 die Bildung eines Non-Profit-Betriebes des Verein. Zweckbetriebe und der wirtschaftliche Gechäftsbereich wurden aufgebaut.

 

Teil der Burganlage wurden nach 1996 durch das Land Sachsen-Anhalt in eine Stiftung (jetzt Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt) überführt. Sie bemüht sich vor allem um die Restaurierung der durch landwirtschaftliche Nutzung schwer geschädigten Krypta der ehem. Klosterkirche.

 

 

Feiern auf der Konradsburg...

Gastfreundschaft wie in alter Zeit - Bieten Sie Ihren Gästen etwas Besonderes!

 

 

Besonderheiten:

Galerie mit Café, mittelalterlich essen in der Schwarzen Küche, Schülerprojekte und Abenteuer Klassenfahrt. Hochzeiten und Feierlichkeiten jeder Art.

Öffnungszeiten:
Konradsburg - Information

Sommerzeit: 10.00 – 17.00 Uhr
Winterzeit: 10.00 - 16.00 Uhr

Samstag, Sonntag, Feiertag jeweils eine Stunde länger geöffnet.

Führungen außerhalb der Öffnungszeit nach Vereinbarung möglich.

Galerie-Cafe geöffnet Samstags, Sonntags und Feiertags

14 - 17 Uhr

Restaurierungsarbeiten in der Krypta
Restaurierungsarbeiten in der Krypta

Blick auf die Konradsburg
Blick auf die Konradsburg


Veranstaltungen

30.11.2014
14:00 Uhr
Weihnachtsbasteln
auf der Konradsburg (Materialkosten fallen an!)
 
13.12.2014
13:00 Uhr
 
14.12.2014
11:00 Uhr
 

Gastroangebote

13.12.2014
Uhr
Burgweihnacht
 
14.12.2014
Uhr
Burgweihnacht
 

Aktuelle Meldungen

Country- & Oldie-Music im lockeren Mix

(02.03.2014)

Ein Abend zum Hören, Erinnern und vielleicht auch zum Tanzen

Text: Wer Songs vergangener Zeiten mag, der weiß, dass die Country- und die Oldie-Musik gar nicht so weit auseinander liegen, sondern sich viele Parallelen finden lassen. Das war für Jens Dammann der Ausgangspunkt für die Zusammenstellung seines Programms. Songs, die einfach gefallen, hat er ausgesucht und präsentiert sie nun im lockeren Mix. Dabei wird der Besucher feststellen, dass er das eine oder andere Lied kennt, aber in dieser Form noch nicht gehört hat. Jens Dammann singt die Songs selbst und die Instrumentierung von Gitarre und Querflöte lässt schon vermuten, in welche Richtung die musikalische Reise geht. Unterstützt wird das alles durch einen Drumcomputer, der für den nötigen Rhythmus, den passenden Background und natürlich auch für eine gewisse Tanzbarkeit sorgt. Allerdings ist keine Party-Veranstaltung im „Ballermann-Stil“ zu erwarten, sondern ein angenehmer Abend, bei dem gern die Fußspitze mitwippen kann, wenn die Musik gefällt.

Foto zu Meldung: Country- & Oldie-Music im lockeren Mix

20 Jahre "Straße der Romanik"

(13.06.2013)

Am Samstag, den 15. Juni 2013, lädt der Förderkreis Konradsburg e. V. zu einem bunten Programm anläßlich der Feierlichkeiten zu „20 Jahre Straße der Romanik“ ein.

In diesen 20 Jahren hat auch die Konradsburg von dem touristischen Projekt profitiert und viele Besucher sind auf die historisch bedeutende Anlage aufmerksam geworden.

Große Anerkennung haben die vielen Vereinsmitglieder des Förderkreis Konradsburg e. V. verdient, die seit Jahrzehnten die Anlage liebevoll betreuen. Sie arbeiten eher im Hintergrund und erwarten am 15. Juni anlässlich des Jubiläums die Besucher mit vielen Programmangeboten.

Neben der Konradsburg können die weiteren Projekte des Vereins besichtigt werden. Die Endorfer Turmwindmühle als eindrucksvolles Beispiel der Mühlengeschichte am Harz. Außer der zu besichtigenden Technik gibt es unter dem Motto „Vom Korn zum Brot“ als besonderes Angebot, Mehl sowie Brot aus dem Steinofen zum Verkauf.  Das königliche  Forsthaus Friedrichshohenberg, das  in unmittelbarer Nähe der Konradsburg liegt, kann ebenfalls besichtigt werden. Hier befindet sich die Herberge des Vereins. Eine angenehme Atmosphäre läd bei kühlen Getränken zur Kurzweil auf dem Gelände in der Zeit von 14 bis 17 Uhr ein. Neben der inhaltlichen Nutzung der denkmalgeschützten Gebäude, tritt der Verein mit seinen Möglichkeiten zum Erhalt des Landschaftsbildes in der Kulturlandschaft ein. Zur Landschaftspflege hält der Verein eine Reihe von Tieren. Mit einer Kremserfahrt kann man sich vor Ort (ab 14 Uhr, Abfahrt unterhalb der Konradsburg) mehr informieren.

14 Uhr beginnt auf der Konradsburg ein buntes Treiben. Hiltrud von Ascharien wird den Besuchern ihr musikalisches Können präsentieren. Für  Kinder gibt es neben verschiedenen Handwerkstechniken und  Stockbrotbacken auch ein Märchenzelt. Geschichtenerzählerin Hanna wird für Groß und Klein aus dem Bauch heraus erzählen. In der Schwarzen Küche bietet Gaja von der Schalkenburg Speis und Trank am offenen Feuer an. Mit Sicherheit ein eindrucksvolles Schauspiel. Im Ostflügel wird eine Ausstellung von Brigitte Haßkerl und Dagmar Henze mit Unikaten in einer etwas anderen Keramik eröffnet. 

Weiterhin kann man die 2012 fertig restaurierte Krypta und den erst vor kurzem restaurierten Klosterkeller besichtigen. Beide sind von der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt mit Unterstützung des Förderkreis Konradsburg e. V. in aufwendiger Weise fertiggestellt worden.

Informationen gibt es über ein Projekt der Koba Harz und der Oskar-Kämmerer-Schule. Im Auftrag des Vereins entsteht gegenwärtig ein Modell der nach 1220 fertiggestellten Benediktinerabtei. Zusätzlich soll das Entstehen der Anlage mit einer mittelalterlichen Bauhütte demonstriert werden.

Den Abschluss bildet gegen 18 Uhr ein Fachvortrag von Holm Müller aus Alterode. Er wird über die Wüstungen in der Grafschaft Falkenstein berichten.

Walpurgis auf der Konradsburg

(14.04.2013)
Walpurgis auf der Konradsburg

 

Am 30.04.2013 ab 18 Uhr erfolgt der Einlaß auf der Konradsburg. Das Programm sieht vor: Burgvolk für die kleinen Gäste, Feuershow mit den Butzekids, "Linedance Fun" Hedersleben, Gruppe "Länett", Gruppe "Rehab" und zum Abschluß ein Feuerwerk. Moderiert wird der Abend von Enrico Scheffler.

Ateliergemeinschaft Schöpfrad e. V. aus Aschersleben

(28.02.2013)

Die Ateliergemeinschaft Schöpfrad e. V. aus Aschersleben stellt Werke aus, die überwiegend im letzten Jahr bei einem Workshop an der Ostsee auf Rügen entstanden sind. Die Bilder spiegeln die Empfindungen und Eindrücke wieder. die die raue See hinterlassen hat. Außerdem werden weitere Arbeiten rund um das Thema Natur und Pflanzenwelt gezeigt. Alle Bilder sind in sehr unterschiedlichen Techniken entstanden.

Zum Verein: 32 Mitglieder, 1994 gegründet, die Mitglieder beschäftigen sich mit dem Zeichnen, Malen und dem grafisch und plastischen Gestalten. Übrigens die erste Ausstellung des Vereins war 1997 auf der Konradsburg, seit dem sind viele regionale aber auch überregionale Ausstellungen gefolgt; z. B. im Museum Aschersleben, in der Elementarschule Gernrode, dem Museum Nauenhof, dem Ministerium der Finanzen Magdeburg oder dem Bundesinstitut für Züchtungsforschung Quedlinburg.

Irish-Folk mit "tunichtgut"

(17.01.2013)

Irish Folk auf der Konradsburg

 

Tunichtgut spielt ...

 

... hemmungslos geleasten Folk quer durch Europa

 

Seit den Anfängen im Jahr 1986 verbindet man Tunichtgut mit handgemachter Musik aus dem deutschen Raum oder den englischsprachigen Gefilden. Diesem Musikstil treu bleibend bestehen die aktuellen Programme aus deutschem und keltischen Folk, sowie Tänzen aus Frankreich, Schweden und anderswo. Dabei kommen Fiddel, Querflöte, Tin-Whistle, Dudelsack, Nyckelharpa aber auch Gitarre, irische Bouzuki und Mandola zum Einsatz. Keltische Balladen und deutsches Mundwerk zielen auf Herz, Hirn und Hose. Mit ihrer Art der Musik und Unterhaltung treffen sie den Nerv des Publikums.

  

Auf der Konradsburg am

 

09.02.2013 ab 19 Uhr

 

Anmeldung und Karten unter Telefon

(034743) 92564 oder

E-Mail:

Chorsingen auf der Konradsburg

(20.09.2012)

Am Sonntag, den 7. Oktober 2012 ab 15 Uhr in der ehemaligen Klosterkirche auf der Konradsburg singen die Chöre: "Gesangverein Liedertafel von 1845 Ermsleben e.V." - "Männergesangverein Zilly" - "Gemischter Chor Hasselfelde e.V."

Zwischen Vergangenheit und Zukunft

(17.07.2012)
"Zwischen Vergangenheit und Zukunft"

 

Kinderprojektnachmittag auf der Konradsburg am 29. August 2012 ab 15 Uhr. Historisches Handwerk neu erleben, anschließend rustikales Essen im Klosterkeller.  

 

Zu dieser Veranstaltung ist eine Anmeldung beim Förderkreis Konradsburg e.V. Telefon: 034743 - 95 565 oder E-mail: erforderlich.